2 Jahre nach der Anna Freud Schule…ein Erfahrungsbericht

2014 habe ich mein Abitur an der Anna-Freud-Schule gemacht und im Herbst desselben Jahres eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print begonnen.

Seitdem gehe ich zweimal in der Woche zur Leopold-Ullstein-Berufsschule. Dort hat uns der Schulsozialarbeiter vor ungefähr einem Jahr mitgeteilt, dass es die Möglichkeit gibt, ein 4-wöchiges Praktikum im Ausland zu absolvieren.

Diese Möglichkeit habe ich wahrgenommen und war vom 13. März bis zum 09. April 2016 auf Malta.

Eigentlich war ein 4-wöchiges Praktikum in einem Unternehmen geplant, allerdings hat die Organisation in Deutschland meine Bewerbung zu spät an die maltesische Partnerorganisation weitergeleitet, sodass ich zunächst keinen Praktikumsplatz hatte.

Untergebracht war ich in einem Hostel (ich habe mir mein Zimmer mit einer Spanierin geteilt), welches mit einer Sprachschule zusammenarbeitet. Ich habe dann in der ersten Woche einen Sprachkurs gemacht. Dadurch hatte ich nachmittags viel Zeit und konnte mir schon einiges auf Malta angucken.

Ab der zweiten Woche hat dann schließlich mein Praktikum angefangen. Ich habe in einem kleinen Familienunternehmen gearbeitet (7 Mitarbeiter), welches die verschiedensten Print-Produkte gestaltet und gedruckt hat, von Hochzeitseinladungen, über Visitenkarten, bis hin zu Restaurant-Menüs.

Es war spannend für mich, an dem gesamten Prozess der Entstehung eines Produktes mitwirken zu können. Also vom Auftrag des Kunden bis zur Fertigstellung. Und es hat auch gut zu meinem Ausbildungsberuf gepasst, weil ein Teil der Ausbildung die Herstellung von Print-Produkten umfasst.

Ich habe mich mit allen Mitarbeitern sehr gut verstanden und habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt, was auch an der familiären Atmosphäre lag.

Ich konnte mich auf Englisch gut verständigen und wenn ich etwas nicht verstanden habe, konnte ich auch jederzeit nachfragen. Es war insgesamt auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung und ich würde mich wieder für Malta entscheiden. Die Menschen dort sind mir alle sehr freundlich und offen begegnet. Ich habe die Insel auch ganz anders kennengelernt, als wenn ich dort nur Urlaub gemacht hätte, weil ich mich viel mit meinen maltesischen Kollegen unterhalten habe.

Um richtig gut Englisch zu lernen, ist allerdings ein längerer Aufenthalt in einem englischsprachigen Land notwendig, denke ich. Malta ist sehr klein, für 4 Wochen also genau richtig. Jedoch haben die Malteser neben Englisch auch noch eine zweite Amtssprache, nämlich Maltesisch. Dadurch haben einige Malteser auch einen Akzent und sprechen kein perfektes Englisch.

Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass es einige Schwierigkeiten gab mit der Organisation in Deutschland. Ich würde jedem einen solchen Auslandsaufenthalt empfehlen, aber behaltet einen kühlen Kopf. Letztendlich hat doch alles irgendwie funktioniert. Und genießt die Zeit, erkundet den Ort, unterhaltet euch mit den Menschen. Dann kann es eine tolle Erfahrung werden.

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