Als Au Pair in den USA

Helena hat letztes Jahr in der Berufsfachoberschule ihre Allgemeine Hochschulreife gemacht und ist seitdem ein Jahr in den USA als Au Pair. Hier sind ihre Erfahrungen:

Warum hast du dich dazu entschieden?

1) Nach meinem Abitur an der Anna Freud Schule, wusste ich nicht wirklich was ich studieren sollte. Seitdem ich 16 bin habe ich oft mit dem Gedanken gespielt, AuPair zu werden, da ich einen super Draht zu Kindern habe. Ich hab den Gedanken aber immer wieder weggeschoben, da ich einen Freund hatte. Kurz vor meinem Abi habe ich mich dann doch dazu entschlossen, mich zu bewerben. Die hauptsächlichen Gründe dafür waren, dass ich nicht wirklich wusste was ich studieren sollte, ich brauchte eine Pause vom Lernen und dachte mir, dass so ein Jahr zwischen Schule und Uni nicht verkehrt ist(auch für den Lebenslauf), ich wollte mein Englisch verbessern, eine neue Kultur kennenlernen, viel reisen, viele neue Erfahrungen sammeln und natürlich macht es mir total viel Spaß Kinder um mich zu haben und zu sehen wie sie sich entwickeln und auf einen angewiesen sind.

Wie bist du bei der Wahl vorgegangen?

Ich habe mich für die Agentur AIFS entschieden, da sie meiner Meinung nach sehr hilfreich in allen Schritten der Entscheidung und Bewerbung war und mich von Anfang an überzeugt hat. Sie hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hat mich bei Messen immer wieder bestärkt, dass ich AuPair werden sollte. Die Suche nach Familien ist sehr nervenaufreibend. Alles passiert online und man muss, bevor man freigeschalten wird, sehr viele Formulare ausfüllen, zum Arzt gehen, etc Online kannst du keine Familien sehen, nur die Familen sehen Aupairs. Wenn die Familie einen kennenlernen will, dann setzen sie dich auf die Favoritenliste und dann kannst du auch ihre Bewerbung und Bilder sehen. Meistens skypt man dann mit der Familie um sich besser kennenzulernen. In einem Zeitraum von 3 Wochen, hätte ich 6 Familienvorschläge und für die 5. Familie habe ich mich dann entschieden(und sie zuvor auch für mich) Es ist sehr aufregend und man ist total nervös vor den Gesprächen aber im Endeffekt erklären die Familien einem viel und es ist recht locker. Ich würde empfehlen, sich nicht auf eine Region zu versteifen, denn sonst ist man enttäuscht, wenn es nicht klappt. Außerdem muss man sich im Klaren sein, dass, je jünger die Kinder desto mehr Arbeit bzw keine Pausen, weil die ja noch nicht in der Schule sind.

Wie waren/sind deine Erfahrungen bisher?

Meine Erfahrungen im AuPair Jahr sind gut. Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge und Tage wo man nach Hause möchte aber ich habe viele neue Freunde gefunden, mit denen ich tolle Dinge unternehme und auf die ich mich verlassen kann. Die Kinder(zumindest meine) sind schon sehr verwöhnt und ich frage mich oft, wieso die Eltern so handeln. Es ist sehr wichtig ein eigenes Auto zu haben und ich bin froh dass meine Gasteltern meinen Sprit und meine Handyrechnung bezahlen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Beziehung zu den Gasteltern fast wichtiger ist als zu den Kindern, denn wenn die Gasteltern zu dir stehen und dir vertrauen, macht es die Arbeit sehr viel leichter.

Und wem würdest du ein Aupair Jahr empfehlen?

Ich würde es jedem empfehlen, der Lust auf ein Abenteuer hat, neue Leute kennenlernen will und reisen möchte. Man muss allerdings beachten, dass es trotzdem Arbeit ist und die Gasteltern sehr kleinlich sein können. Man muss sich gut anpassen können und immer geduldig und offen für Neues sein. Ich bin froh, mich dazu entschieden zu haben und kann jedem dazu raten.

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